Auch in diesem Jahr hatten mehrere Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Wirtschaft und Sozialwissenschaften (SES) die Gelegenheit, an einer Simulation des Europäischen Parlaments in Berlin teilzunehmen. Diese immersive Erfahrung ermöglichte es ihnen, das Funktionieren der europäischen Institution praxisnah zu verstehen: das Verfassen von Gesetzestexten, die oft anspruchsvolle Arbeit an Änderungsanträgen, die Suche nach Kompromissen sowie das Verständnis für das Gewicht der verschiedenen politischen Fraktionen.
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer schlüpfte in die Rolle eines realen Europaabgeordneten, der per Los zugeteilt wurde. Dabei mussten sie die Positionen dieses Abgeordneten vertreten und dessen politische Ausrichtung sowie die Interessen seiner Fraktion berücksichtigen. Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler in thematische Ausschüsse (Steuern, Import, Gesundheit, Umwelt usw.) eingeteilt und arbeiteten in verschiedenen Sprachen – auf Französisch, Englisch und Deutsch. Diese Mehrsprachigkeit verstärkte den Realismus der Simulation und verdeutlichte die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit bei europäischen Entscheidungsprozessen.
Die Ausgabe 2026 des Berlin Euro Parlaments fand vom 25. bis 27. März am Lycée français de Berlin statt. Drei Tage lang nahmen rund 250 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahren aus mehr als einem Dutzend Schulen in acht Ländern (Deutschland, Kanada, Spanien, Georgien, Griechenland, Österreich, Polen und dem Vereinigten Königreich) an dieser realitätsnahen Simulation des Europäischen Parlaments teil.
Das Berlin Euro Parlament ist eine Modellierung der Arbeitsweise des Europäischen Parlaments, die im kleinen Maßstab möglichst realitätsgetreu nachgebildet wird: Organisation der Institutionen, parlamentarische Verfahren, politische Positionierungen der Staaten sowie die Auseinandersetzung mit wichtigen internationalen Fragestellungen.
Dieses Projekt bot zudem die Gelegenheit, zentrale Kompetenzen wie öffentliches Sprechen, Argumentationsfähigkeit und aktives Zuhören zu entwickeln.
Ein herzliches Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, und eine besondere Anerkennung an Nicolas und Sophie (Klasse 11), deren Textvorschläge angenommen wurden und die ihre Aufgaben als Berichterstatter erfolgreich erfüllt haben!
