Zwei Tage mit dem Kopf in den Stern

Zwei Tage mit dem Kopf in den Stern

Genau das durften unsere Vorschul- und Grundschulkinder am 22. und 23. Mai erfahren – bei einem ganz besonderen Erlebnis: zwei Tage astronomische Entdeckungsreise in einem aufblasbaren Planetarium, das eigens in unserer Turnhalle aufgebaut wurde.

In dieser immersiven Kuppel schien die Zeit stillzustehen. Unter dem 360°-Himmel nahmen Bilder vom Sternenhimmel, Klänge aus dem Weltall und Geschichten von Weltraumreisenden die Kinder mit auf eine unvergessliche Sinnesreise. Eine kreative und anregende Art, den Jahresschwerpunkt der Schule – „Die Wissenschaften“ – weiterzuführen, indem Wissen mit Neugierde und praktischer Erfahrung verknüpft wird.

Der Astrophysiker Tilo Hohenschläger, Absolvent der Universität Kent und Mitglied mehrerer internationaler Wissenschaftsgesellschaften, empfing jede Gruppe mit Begeisterung. Mit Hilfe modernster Fulldome-Fisheye-Technologie verwandelte er die Kuppel in ein Raumschiff und entführte die Schülerinnen und Schüler in die Weiten des Weltalls.

Zwei altersgerechte Filme begleiteten dieses kosmische Abenteuer. Die jüngeren Kinder von der Maternelle bis zur CE1 lernten den mutigen Hund Captain Schnuppe kennen, der mit seinem tollpatschigen Begleiter, dem Sergeant Tuk, in einem Hightech-Raumschiff das Sonnensystem erkundet. Mit viel Humor und Staunen entdeckten sie Planeten, Sterne und Himmelsrichtungen – erste astronomische Grundlagen mit Spaß vermittelt.

Die älteren Kinder ab der CE2 Klasse begleiteten ein ungewöhnliches Duo – einen Pinguin und einen Eisbären – bei ihrer wissenschaftlichen Reise. Gemeinsam erforschten sie das Phänomen der Polarnacht, bauten ein Observatorium und schließlich ein Raumschiff, um ihre Mission bis nach Mars und Saturn fortzusetzen. Eine berührende und kluge Geschichte, die die wissenschaftliche Herangehensweise vermittelt und gleichzeitig die Fantasie anregt.

Doch über das Staunen hinaus diente dieses Eintauchen ins Universum auch der Vertiefung bereits im Unterricht behandelter Themen. Die Kinder entdeckten die Erde als einen Planeten unter vielen, verstanden den Wechsel von Tag und Nacht durch die Erdrotation und lernten die Sonne als echten Stern kennen. Außerdem wagten sie sich an die Himmelsnavigation mit Hilfe des Großen Wagens und des Polarsterns – wie kleine Astronomen. Um sich die Planeten in der richtigen Reihenfolge zu merken, lernten sie sogar eine lustige deutsche Eselsbrücke: „Mein Vater erklärt mir jeden Samstag unseren Nachthimmel“ – ein magischer Satz, um Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun nie mehr zu vergessen. Schließlich wurden auch aktuelle Themen wie der Klimawandel oder die Unterschiede in Größe, Temperatur und Umlaufgeschwindigkeit der Planeten angesprochen – viele Gelegenheiten zum Staunen und Lernen mit offenen Augen und Herzen.

Mit spektakulären Bildern, eindringlichen Klängen, spannenden Geschichten und lehrplangerechtem Inhalt verwandelte diese himmlische Unterrichtseinheit die Naturwissenschaften in ein lebendiges und inspirierendes Abenteuer. Auch das ist Schule: Grenzen überschreiten, neue Horizonte entdecken und die Freude am Lernen wecken.

Ein herzliches Dankeschön an Tilo Hohenschläger und das gesamte Team des Schuplanetariums für dieses kosmische Erlebnis, das unseren Schülerinnen und Schülern lange in Erinnerung bleiben wird!

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