Im Rahmen der am Kolleg angebotenen Arbeitsgemeinschaften eröffnet die von Herrn Bourgeois, Mathematiklehrer, initiierte und geleitete China-AG den Schülerinnen und Schülern einen außergewöhnlichen Zugang zu einer jahrtausendealten Kultur. Wie andere Projekte der Sekundarstufe – etwa Maths en Jeans – ermöglichen diese Angebote eine Vertiefung persönlicher Interessen, die Entdeckung neuer Themenfelder und die Förderung intellektueller Neugier über den regulären Unterricht hinaus.
China in seiner ganzen Vielfalt erleben
Im Verlauf der Treffen begeben sich die Teilnehmenden auf eine Entdeckungsreise durch Chinas Geschichte, Geografie, traditionelle Feste und kulturelle Bräuche. Jede Sitzung eröffnet neue Einblicke in eine faszinierende und vielschichtige Zivilisation.
Im Zentrum steht dabei die Sprache. Die Schülerinnen und Schüler üben Mandarin in kurzen alltagsnahen Dialogen und nähern sich Schritt für Schritt dem Lesen und Schreiben chinesischer Schriftzeichen. Diese ersten Schritte in eine neue Sprachwelt erfolgen in einer wertschätzenden und unterstützenden Atmosphäre, die Neugier und Austausch fördert.
Die AG trifft sich jeden Freitag in der Mittagspause und zählt derzeit rund zehn Teilnehmende, überwiegend Anfängerinnen und Anfänger. Das sorgt für ein besonders offenes und zugängliches Lernumfeld, in dem jede und jeder im eigenen Tempo Fortschritte machen kann.
Eine Kalligrafiestunde vor den Winterferien
In der letzten Woche vor den Winterferien erlebten die Schülerinnen und Schüler einen besonderen Moment: eine Kalligrafiestunde am Freitag, den 19. Dezember.
Zu diesem Anlass besuchte uns Frau Guo Lin, Mutter einer Schülerin, um ihr Wissen und ihre Leidenschaft weiterzugeben. Sie stellte chinesische Schriftzeichen in ihrer alten und modernen Form vor und begleitete die Schülerinnen und Schüler anschließend bei einer authentischen Kalligrafieübung.
Mit Pinseln, Reispapier und verdünnter Tusche übten sie rund 45 Minuten lang die Zeichen nachzuschreiben. Dabei erhielten sie ein vertieftes Verständnis für die grundlegenden Stricharten, aus denen sich die chinesische Schrift zusammensetzt, und entdeckten zugleich deren künstlerische und gestische Dimension.
Die Stunde wurde von den Schülerinnen und Schülern besonders geschätzt – sowohl wegen ihres kulturellen Reichtums als auch wegen der intensiven Begegnungen. Wir hoffen, Frau Guo Lin im Jahr 2026 erneut begrüßen zu dürfen, um diese bereichernde Erfahrung weiterzuführen.
Mit dem China-Club – ebenso wie mit den weiteren AG-Angeboten der Sekundarstufe – unterstreicht die Schule ihr Bestreben, lebendige Lernräume zu schaffen, die den Horizont erweitern und den Unterricht sinnvoll ergänzen.








